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Mit der Solarbank 4 E5000 Pro verlässt Anker das Format des Balkonspeichers. 5,02 kWh im Grundgerät, vier MPPT-Regler für zusammen 5.000 W Solarleistung, 2.500 W Einspeisung und ein Ausbau bis 30,14 kWh: Dieser Anker Solarbank 4 E5000 Pro Test ordnet ein, für wen sich dieses Format rechnet und wo die Grenzen des Geräts liegen – technisch, rechtlich und preislich.

Der Reihe nach: Das Gerät ist ein Hybridspeicher mit eingebautem Wechselrichter. Module werden direkt angeschlossen, der Strom gespeichert und dann ins Hausnetz abgegeben. Damit ersetzt die Solarbank Mikrowechselrichter, Balkonspeicher und Energiemanagement in einem Gehäuse – interessant vor allem für Haushalte, die 4 bis 6 kWp auf Garagendach, Flachdach oder Fassade unterbringen, aber keine klassische Dachanlage mit Zählerschrankumbau wollen.

Gleichzeitig ist es das erste Gerät dieser Reihe, bei dem man ehrlich sagen muss: Mit 50 kg Gewicht, 99 Euro Speditionsversand und einer Freischaltung, die eine Elektrofachkraft braucht, ist es kein Plug-and-Play-Produkt mehr.

So ist dieser Test entstanden

Wir betreiben kein Messlabor. Dieser Beitrag ist ein Test und Praxis-Check auf Basis von Herstellerdaten, Datenblatt und Praxiserfahrung: Alle technischen Werte stammen aus den offiziellen Anker-SOLIX-Unterlagen zur AE103, aus der Dokumentation der offiziellen Home-Assistant-Integration sowie aus Händler- und Preisvergleichsdaten. Zitierte Fremdmesswerte kennzeichnen wir als ungeeicht und nennen die Quelle. Eigene Messwerte, Testnoten oder Kundenstimmen erfinden wir nicht, und jede Rechnung legt ihren Rechenweg offen.

Das Wichtigste in Kürze

  • 5,02 kWh LiFePO4 im Grundgerät, mit bis zu fünf BP5000 auf 30,14 kWh erweiterbar – das ist Hausspeicher-Format, nicht Balkonformat.
  • 5.000 W Solareingang über vier MPPT (je 1.250 W, 16–50 V, max. 60 V und 36 A) für vier bis zwölf Module, ausschließlich parallel verschaltet.
  • Einspeisung 600/790/800/2.500 W umschaltbar. Bis 800 W bleibt es ein Steckersolargerät, darüber braucht es Festanschluss und Netzbetreiberverfahren.
  • 2.500 W Notstrom am eigenen Ausgang, 3.600 W Bypass bei anliegendem Netz, Umschaltung laut Anker unter 10 ms.
  • Offizielle Home-Assistant-Integration über lokales Modbus TCP – ohne Cloud, mit 5-Sekunden-Takt.
  • Preis im Shop 1.449 Euro für das Grundgerät, jeder BP5000 schlägt mit 1.049 Euro zu Buche. Smart Meter ist nicht im Lieferumfang.

Wer die Solarbank 4 E5000 Pro kaufen sollte – und wer nicht

Das Gerät passt, wenn du drei Dinge zusammenbringst: Platz für vier bis acht Module, einen Jahresverbrauch ab etwa 3.500 kWh und die Bereitschaft, einmal eine Elektrofachkraft kommen zu lassen. Dann holst du aus 4 bis 5 kWp tatsächlich heraus, was möglich ist, weil der Speicher die Mittagsspitze aufnimmt, statt sie am 800-W-Deckel abzuschneiden.

Nicht passend ist die Solarbank 4, wenn du zwei Module am Balkongeländer hast: Für 800 Wp ist ein 5.000-W-Solareingang sinnlos, 5 kWh werden dort nie voll, und die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro mit 2,69 kWh für 829,99 Euro liefert das bessere Verhältnis. Falsch ist sie auch, wenn du eine fertige Dachanlage nachrüsten willst – dann brauchst du keinen zweiten Wechselrichter, sondern einen reinen AC-Speicher wie den Marstek Venus E Gen 3.0.

Und ein Punkt, der gern untergeht: Wer zur Miete wohnt und nicht an die Hauselektrik darf, bleibt bei 800 W Einspeisung. Das funktioniert tadellos, nur bezahlst du dann für Reserven, die du nicht nutzt.

Aufbau und Technik: vier Regler, 50 Kilogramm, IP66

Im Gehäuse der Solarbank 4 E5000 Pro sitzen LiFePO4-Zellen mit 314 Ah bei 16 V Nennspannung, zusammen 5.024 Wh. Anker gibt auf der offiziellen Produktseite zur AE103 10.000 Ladezyklen und 15 Jahre erwartete Lebensdauer an, die Garantie beträgt 10 Jahre. Das Gehäuse ist nach IP66 geschützt, der Betriebsbereich reicht dank Akkuheizung von −20 bis +55 °C, freigegeben bis 4.000 m Höhe.

Die vier MPPT-Regler sind das eigentliche Argument. Ein MPPT-Regler sucht laufend den Arbeitspunkt, an dem eine Modulgruppe die größte Leistung abgibt. Hängen alle Module an einem gemeinsamen Regler, bestimmt das schwächste das Ergebnis – ein Schatten vom Nachbarbaum kostet dann Ertrag auf der ganzen Linie. Mit vier unabhängigen Reglern betreibst du Süd-, Ost- und Westflächen getrennt.

Wichtig sind die Grenzen je Eingang, weil hier die meisten Planungsfehler passieren: 1.250 W, 36 A Eingangsstrom, 45 A Kurzschlussstrom, MPP-Fenster 16 bis 50 V, maximal 60 V Leerlaufspannung. Verschaltet wird ausschließlich parallel, Reihenschaltung ist nicht zulässig. Rechne das gegen dein Modul: Ein AIKO A500-MAH60Db mit 500 Wp hat 45,02 V Leerlaufspannung, 37,90 V im Arbeitspunkt und 13,21 A Arbeitsstrom. Zwei davon parallel ergeben 26,4 A und 1.000 W – beides sauber innerhalb der Grenzen, auch kalt bleibt die Leerlaufspannung mit rund 48 V unter den 60 V. Drei parallele Module desselben Typs kommen dagegen auf 39,6 A und überschreiten die 36 A. Mit 500-Watt-Modulen sind acht Stück die technisch saubere Bestückung, nicht zwölf.

Das Gewicht ist der unterschätzte Faktor: 50 kg bei 460 × 305 × 355 mm, und jeder BP5000 legt dieselbe Hausnummer obendrauf. Plane den Stellplatz vor dem Kauf, nicht danach.

Zwei Datenlücken muss man offen benennen: Einen Wirkungsgrad gibt Anker nicht an, und bei den DC-Strömen widersprechen sich die Quellen – Preisvergleichsdaten nennen 70 A Lade- und 75 A Entladestrom, ein Händler-Datenblatt dagegen 180 A. Belastbar ist nur die vom Hersteller selbst genannte AC-Ladeleistung von 2.500 W.

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro mit aufgestapelten BP5000-Erweiterungsakkus auf 30 kWh

Leistung im Alltag: was die Anker Solarbank 4 E5000 Pro im Test wirklich einspart

Rechnen wir eine realistische Konfiguration durch: das Balkonkraftwerk 4000W mit Speicher mit acht AIKO-500-W-Modulen und der Solarbank 4 Pro für 2.279 Euro. Alle Annahmen stehen offen:

  • Modulleistung: 8 × 500 Wp = 4,0 kWp
  • Spezifischer Ertrag: 900 kWh/kWp für Fassade, Flachdach oder Garagendach (Spanne 800–1.000) → 3.600 kWh im Jahr
  • Kappung: rund 5 Prozent, weil 4.000 W Modulleistung zeitweise über die Summe aus Ladeleistung und Abgabe hinausgehen → 3.420 kWh nutzbar
  • Haushaltsverbrauch: 4.500 kWh im Jahr
  • Direktverbrauch ohne Speicher: 30 Prozent des Ertrags → 1.026 kWh
  • Über den Speicher: 220 Vollzyklen × 4,77 kWh entnehmbar (Anker setzt die Untergrenze bei 5 Prozent) = 1.049 kWh, davon kommen bei dem von notebookcheck gemessenen Entladepfad von rund 89 Prozent etwa 934 kWh im Haus an

Zusammen sind das 1.960 kWh selbst genutzter Solarstrom von 3.420 kWh Ertrag, also 57 Prozent. Bei einem Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh nach der BDEW-Strompreisanalyse ergibt das 725 Euro Ersparnis im Jahr. Der restliche Überschuss von rund 1.460 kWh fließt ins Netz; wir setzen ihn mit 0 Cent an, weil Steckersolargeräte in der Praxis meist ohne Einspeisevertrag betrieben werden. Wer die Einspeisung abrechnet, kommt bei 7,70 ct/kWh auf etwa 112 Euro zusätzlich.

Der Anteil, den allein der Speicher beiträgt, sind die 934 kWh, also rund 346 Euro im Jahr. Das ist die Zahl, an der du die 1.449 Euro für das Grundgerät messen musst – nicht die 725 Euro der Gesamtanlage.

Zwei Einschränkungen gehören dazu: Die 220 Vollzyklen setzen voraus, dass der Speicher im Sommer täglich gefüllt und geleert wird – im Winter passiert das bei 4 kWp selten. Und die Rechnung gilt nur mit verbrauchsgeführter Regelung; ohne Smart Meter gibt die Solarbank eine feste Wattzahl ab, und der Eigenverbrauch liegt deutlich darunter.

Installation und Anmeldung: der 800-Watt-Schnitt

Die Einspeisung ist auf 600, 790, 800 oder 2.500 W umschaltbar, ab Werk steht sie auf 800 W. Diese Einstellung entscheidet über den rechtlichen Status der Anlage.

Bis 800 W gilt die Anlage als Steckersolargerät, erlaubt sind dabei bis zu 2.000 Wp Modulleistung. Du meldest sie innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister an; eine Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt.

Hier liegt der Punkt, den viele überlesen: Mit 4,0 kWp bist du über der 2.000-Wp-Grenze und damit kein Steckersolargerät mehr, selbst wenn die Abgabe auf 800 W steht. Dann gilt das normale Verfahren mit Netzbetreiberanmeldung. Wer vereinfacht bleiben will, bleibt bei vier 500-W-Modulen – braucht dafür aber auch keine 5.000 W Eingangsleistung.

Über 800 W ist die Schuko-Steckdose nicht mehr zulässig. Dann braucht es eine Wieland-Einspeisedose oder einen Festanschluss; Anker koppelt die Freischaltung auf 2.500 W ausdrücklich an eine qualifizierte Installation. Rechne 200 bis 500 Euro für diesen Termin ein.

Für Neuanlagen ab 2 kWp gilt außerdem die 60-Prozent-Regel nach § 9 EEG: Ohne intelligentes Messsystem und geprüfte Steuerbox darf am Netzanschlusspunkt nur 60 Prozent der installierten Leistung eingespeist werden. Eigenverbrauch und Speicherladung sind davon nicht betroffen, bei einem Speichersystem fällt die Regel also kaum ins Gewicht. Unter § 14a EnWG fällt die Solarbank 4 nicht, weil ihre Netzanschlussleistung unter 4,2 kW bleibt. Mehr dazu im Ratgeber Nulleinspeisung beim Balkonkraftwerk.

Kompatibilität, App und Home Assistant

Das eingebaute Energiemanagement wertet Wetterdaten, den gemessenen Verbrauch und bei dynamischen Tarifen die Börsenstrompreise aus. Ist wenig Sonne zu erwarten und Netzstrom nachts günstig, lädt es mit bis zu 2.500 W aus dem Netz. Bis zu vier Geräte lassen sich zu einem System mit 9,6 kW parallelschalten.

Für die verbrauchsgeführte Regelung nennt Anker fünf kompatible Messgeräte: den Smart Meter Gen 2 (empfohlen, weil er zusätzlich den Überlastschutz übernimmt), den älteren SOLIX Smart Meter, Shelly 3EM, Shelly Pro 3EM und den Everhome Meter. Bei Drehstromanschluss kommt ein zusätzlicher Stromwandler dazu, und keines dieser Geräte ist im Lieferumfang.

Achtung bei unserem eigenen Sortiment: Der hier geführte Anker SOLIX Smart Meter für 79,99 Euro ist laut Produktbeschreibung ausschließlich mit der Solarbank-2-Serie kompatibel. Der für die Solarbank 4 Pro empfohlene Gen 2 ist derzeit nicht im Shop – rechne ihn separat ein, er liegt im Markt bei rund 90 Euro. Auch der Marstek CT002 ist kein Ersatz, er arbeitet nur im Marstek-Ökosystem.

Für Selbstbauer ist der stärkste Punkt des Geräts die lokale Schnittstelle: Anker stellt eine offizielle Home-Assistant-Integration über Modbus TCP bereit, in der die Solarbank 4 E5000 Pro ausdrücklich als unterstütztes Gerät geführt wird. Modbus TCP wird in der Anker-App unter den Einstellungen für die Drittanbieter-Steuerung freigeschaltet, Home Assistant verbindet sich dann über Port 502 mit der angezeigten IP-Adresse und aktualisiert die Werte im 5-Sekunden-Takt. Kein Cloud-Zugang, kein API-Schlüssel. Das ist in dieser Geräteklasse selten und ein echtes Kaufargument gegenüber Herstellern, die nur eine App anbieten.

Eine Einschränkung gehört dazu: Solange die Drittanbieter-Steuerung aktiv ist, haben Befehle aus Home Assistant Vorrang. Wer parallel in der App am selben Parameter dreht, erzeugt Konflikte.

Drei Alternativen aus unserem Sortiment im Vergleich

Die Solarbank 4 Pro konkurriert im Shop mit drei Geräten, die jeweils eine andere Aufgabe lösen. Die Tabelle stellt die Eckdaten nebeneinander:

Merkmal Anker Solarbank 4 E5000 Pro Anker Solarbank 3 E2700 Pro Marstek Venus E Gen 3.0 Jackery SolarVault 3 Pro Max
Kapazität 5,02 kWh 2,69 kWh 5,12 kWh 2,52 kWh
Ausbau bis 30,14 kWh 16 kWh 15,36 kWh (3 Geräte parallel) 15,12 kWh
Solareingang 5.000 W, 4 MPPT 3.600 W, 4 MPPT kein PV-Eingang 4.000 W, 4 MPPT
Abgabe ins Hausnetz 800 W, bis 2.500 W 800 W, bis 1.200 W 800 W, bis 2.500 W 800 W, bis 2.500 W
Notstrom 2.500 W, Bypass 3.600 W 1.200 W 2.500 W, Spitze 3.500 W 2.500 W, Bypass 3.680 W
Schutzart / Gewicht IP66 / 50 kg IP65 / 29,2 kg IP65 IP65
Garantie 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Preis im Shop 1.449,00 € 829,99 € 939,99 € 929,00 €
Euro je kWh 288 € 309 € 184 € 369 €

Die Lesart: Beim reinen Preis je Kilowattstunde gewinnt der Marstek Venus E Gen 3.0 deutlich – allerdings nur, weil er keine Solareingänge mitbringt und eine fertige PV-Anlage voraussetzt. Der Jackery SolarVault 3 Pro Max ist das direkteste Gegenstück mit PV-Eingängen, bleibt aber bei 2,52 kWh. Und die Solarbank 3 E2700 Pro ist für Balkonanlagen mit zwei bis vier Modulen die wirtschaftlichere Wahl, weil ihre 1.200 W Abgabe dort ohnehin reichen. Die Solarbank 4 Pro rechtfertigt ihren Aufpreis erst ab etwa 3 kWp.

Preis-Leistung und Amortisation

Die Preisstaffel ist linear: 1.449 Euro für das Grundgerät, dann je Stufe genau 1.049 Euro. 10,04 kWh kosten 2.498 Euro, 20,10 kWh 4.596 Euro, der Vollausbau mit 30,14 kWh 6.694 Euro. Das sind 288 Euro je kWh im Grundgerät, aber nur 209 Euro je kWh für jeden zusätzlichen BP5000 – die großen Varianten sind das bessere Geschäft, sofern du die Kapazität auch füllst.

Zum Marktvergleich: Anker selbst verlangt auf der eigenen Produktseite 1.599 Euro mit Gutschein bei 1.999 Euro Referenzpreis, Geizhals listet 11 Angebote ab 1.622,66 Euro. Unser Preis von 1.449 Euro liegt damit unter dem Herstellerpreis und unter allen dort geführten Händlern. Fair bleibt der Hinweis auf Marktplatzangebote um 1.249 bis 1.276 Euro, zu denen allerdings 57 bis 100 Euro Versand kommen – mit unseren 99 Euro Spedition landen beide Wege bei rund 1.550 Euro.

Die Amortisation der Gesamtanlage: 2.279 Euro für das 4-kWp-Set plus 99 Euro Versand, geteilt durch 725 Euro Jahresnutzen, ergibt 3,3 Jahre. Kommen Smart Meter Gen 2 und ein Elektrikertermin für die Freischaltung dazu, sind es mit rund 2.750 Euro Gesamtkosten 3,8 Jahre. Betrachtet man den Speicher isoliert – 1.548 Euro gegen 346 Euro Speichernutzen – liegt die Amortisation bei 4,5 Jahren. Alle drei Werte liegen klar innerhalb der 10-jährigen Garantie und weit innerhalb der vom Hersteller genannten 15 Jahre Lebensdauer.

Wer mehr Kapazität plant, findet alle Varianten und die passenden Komplettsets in der Kollektion Anker SOLIX Solarbank 4 Pro, eine Gesamtübersicht in Stromspeicher und Balkonkraftwerk mit Speicher.

Technische Daten im Überblick

Modell Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro (AE103)
Speicherkapazität 5.024 Wh (314 Ah, 16 V Nennspannung)
Zelltechnologie LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat)
Erweiterbarkeit bis 5 × BP5000 (je 5.024 Wh) = 30,14 kWh; laut Anker-FAQ abwärtskompatibel zu BP1600 und BP2700
Solareingang 5.000 W über 4 MPPT, je Eingang 1.250 W
MPP-Spannungsbereich 16–50 V, max. 60 V Leerlaufspannung
Eingangsstrom je MPPT max. 36 A, Kurzschlussstrom max. 45 A
Modulanzahl 4 bis 12 Module, ausschließlich Parallelschaltung
Abgabe ins Hausnetz 600 / 790 / 800 / 2.500 W umschaltbar, ab Werk 800 W
AC-Ladeleistung max. 2.500 W
Notstromausgang 2.500 W netzunabhängig, 3.600 W im Bypass, Umschaltung < 10 ms
Parallelbetrieb bis 4 Geräte, zusammen 9,6 kW
Zyklen / Lebensdauer 10.000 Zyklen, 15 Jahre erwartete Lebensdauer (Herstellerangabe)
Garantie 10 Jahre Herstellergarantie
Schutzart IP66, Schutzklasse I
Betriebstemperatur −20 bis +55 °C (mit Akkuheizung), bis 4.000 m Höhe
Kommunikation Bluetooth, WLAN 2,4 GHz, Modbus TCP (Port 502)
Abmessungen 460 × 305 × 355 mm
Gewicht 50 kg
Wirkungsgrad vom Hersteller nicht angegeben; ungeeichte Fremdmessung des Entladepfads rund 89 %
Preis im Shop 1.449,00 € (Grundgerät), bis 6.694,00 € (30,14 kWh)

Pro und Contra

Dafür spricht

  • 5.000 W Solareingang über vier unabhängige MPPT – in dieser Geräteklasse derzeit der größte Wert.
  • Ausbau bis 30,14 kWh, und der Preis je zusätzlicher kWh sinkt dabei auf 209 Euro.
  • 2.500 W Notstrom mit 3.600 W Bypass: deckt Kühlschrank, Router, Licht und Werkzeug ohne Zusatztechnik.
  • Offizielle, lokale Home-Assistant-Integration über Modbus TCP ohne Cloud-Zwang.
  • IP66 und Akkuheizung erlauben die Aufstellung im Freien, auch im Winter.
  • Preis im Shop unter dem Herstellerpreis und unter allen bei Geizhals geführten Händlern.

Dagegen spricht

  • 50 kg je Modul – Aufstellung nur zu zweit, und der Stellplatz muss vorher stehen.
  • Anker nennt keinen Wirkungsgrad, und die Angaben zu Lade- und Entladestrom widersprechen sich zwischen den Quellen.
  • Die 2.500 W Abgabe braucht Festanschluss und Elektrofachkraft; ab 2.000 Wp Modulleistung entfällt ohnehin das vereinfachte Verfahren.
  • Der passende Smart Meter Gen 2 ist nicht im Lieferumfang und derzeit nicht in unserem Sortiment; der hier geführte Anker SOLIX Smart Meter passt nur zur Solarbank 2.
  • Den BP5000 gibt es im Shop nur als Variante des Komplettgeräts, nicht einzeln – wer später aufrüsten will, kann das hier bisher nicht nachkaufen.
  • 99 Euro Speditionsversand relativieren den günstigen Gerätepreis.
  • Mit 500-W-Modulen sind nur acht statt der angegebenen zwölf Module sauber auslegbar, weil 36 A je Eingang die Grenze setzen.

Fazit: für wen sich die Solarbank 4 E5000 Pro rechnet

Die Solarbank 4 E5000 Pro ist das erste Gerät dieser Reihe, das man nicht mehr als Balkonspeicher verkaufen sollte. Sie ist ein kompakter Hausspeicher mit eingebautem Wechselrichter und spielt ihre Stärken erst aus, wenn genug Modulfläche daran hängt: ab etwa 3 kWp, ideal mit vier bis acht 500-W-Modulen, bei einem Jahresverbrauch ab 3.500 kWh.

Unsere Rechnung für ein 4-kWp-System ergibt rund 1.960 kWh selbst genutzten Solarstrom, 725 Euro Ersparnis im Jahr und eine Amortisation von 3,3 bis 3,8 Jahren – bei 10 Jahren Garantie ein tragfähiges Verhältnis. Wer dagegen zwei Module am Geländer hat, eine fertige Dachanlage nachrüsten will oder nicht an die Hauselektrik darf, entscheidet sich mit der Solarbank 3 E2700 Pro oder einem reinen AC-Speicher wirtschaftlicher.

Klare Kaufempfehlung also für Eigenheimbesitzer mit 3 bis 5 kWp Modulfläche, die später auf 10 bis 20 kWh ausbauen wollen und Wert auf lokale Steuerbarkeit legen. In dieser Preisklasse gibt es derzeit kein Gerät mit mehr Solareingang und offenerer Schnittstelle. Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro im Shop ansehen – 5,02 bis 30,14 kWh, ab 1.449 Euro

Weiterlesen: Anker SOLIX Solarbank 3 Pro im Test, Marstek Venus E Gen 3.0 im Test und Wann sich eine Zusatzbatterie lohnt.

Häufige Fragen zur Anker Solarbank 4 E5000 Pro

Wie viel Strom spart die Anker Solarbank 4 E5000 Pro im Jahr?

Das hängt an der Modulleistung und am Verbrauch. In unserer offengelegten Rechnung mit 4,0 kWp, 900 kWh/kWp Ertrag und 4.500 kWh Jahresverbrauch kommen rund 1.960 kWh selbst genutzter Solarstrom zusammen. Bei 37,0 ct/kWh Haushaltsstrompreis sind das etwa 725 Euro im Jahr. Mit weniger Modulen oder einem niedrigeren Verbrauch fällt der Wert entsprechend geringer aus.

Brauche ich für die Solarbank 4 E5000 Pro einen Smart Meter?

Ohne Messgerät speist der Speicher nach einem festen Wattwert ein, den du in der App einstellst. Erst mit einem Zähler folgt die Abgabe dem tatsächlichen Hausverbrauch, und darin steckt der größere Teil der Ersparnis. Anker nennt den Smart Meter Gen 2, den älteren SOLIX Smart Meter, Shelly 3EM, Shelly Pro 3EM und den Everhome Meter als kompatibel. Der Einbau gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.

Darf ich die Solarbank 4 E5000 Pro mit 2.500 Watt einspeisen?

Ab Werk gibt das Gerät 800 Watt ab, und in dieser Einstellung reicht die Anmeldung im Marktstammdatenregister. Die volle Abgabe von 2.500 Watt lässt sich freischalten, setzt aber einen festen Anschluss durch eine Elektrofachkraft und das normale Anmeldeverfahren beim Netzbetreiber voraus. Das Laden mit 2.500 Watt ist davon nicht betroffen, der Speicher darf von Anfang an voll aufnehmen.

Welche Erweiterungsakkus passen an die Solarbank 4 E5000 Pro?

Vorgesehen sind bis zu fünf BP5000 mit je 5.024 Wh, zusammen also 30,14 kWh. Anker nennt in seinen FAQ außerdem eine Abwärtskompatibilität zu BP1600 und BP2700, weist dabei aber darauf hin, dass gemischte Stapel die Ladeleistung beeinflussen können. Der BP7000 gehört zur Solarbank-MAX-Linie und passt nicht.

Wie viele Solarmodule kann ich an die Solarbank 4 E5000 Pro anschließen?

Anker nennt vier bis zwölf Module, ausschließlich parallel verschaltet, bei maximal 5.000 Watt gesamt. Entscheidend sind die Grenzen je Eingang: 1.250 Watt, 36 Ampere und 60 Volt Leerlaufspannung. Mit heutigen 500-Watt-Modulen sind zwei Module je Eingang, also acht insgesamt, die saubere Auslegung – drei parallele 500-Watt-Module überschreiten die 36 Ampere.

Funktioniert die Solarbank 4 E5000 Pro mit Home Assistant?

Ja. Anker stellt eine offizielle Home-Assistant-Integration über lokales Modbus TCP bereit, in der die Solarbank 4 E5000 Pro ausdrücklich als unterstütztes Gerät geführt wird. Du schaltest Modbus TCP in der Anker-App unter den Einstellungen für Drittanbieter-Steuerung frei und gibst die angezeigte IP-Adresse in Home Assistant ein. Die Daten bleiben im eigenen Netz, ein Cloud-Zugang ist nicht nötig.

Bleibt bei einem Stromausfall das ganze Haus versorgt?

Nein. Versorgt werden nur Geräte, die direkt am eigenen Notstromausgang stecken; dort liefert die Solarbank bis zu 2.500 Watt und schaltet laut Anker in unter 10 Millisekunden um. Das Hausnetz bleibt dunkel, solange keine zusätzliche Umschalttechnik verbaut ist. Für Kühlschrank, Router, Licht und Laptop reicht der Ausgang in der Praxis einen ganzen Tag.

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